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Grundlagen der CMD
Manche werden Sie noch von grauen Zeiten kennen - die Eingabeaufforderung. Nicht jeder kennt Sie, aber man sollte Sie kennen, da viele versteckte und komplexe Aktionen nur über die CMD (Englisch, "Commandline") ausführbar sind.

In diesem Artikel möchten wir Ihnen deshalb die CMD Schritt für Schritt näher bringen, so dass Sie die grundlegenden Kenntnisse für die Tipps & Tricks in der Rubrik "CMD" besitzen.

Zuerst müssen Sie die Eingabeaufforderung starten. Das können Sie über zahlreiche Wege machen.

1.) Geben Sie unter Start-Ausführen "cmd" ein.

2.) Öffnen Sie unter Start/Alle Programme/Zubehör die "Eingabeaufforderung".

3.) Suchen Sie im Ordner "%windir%system32" nach der "cmd.exe".



Über Start/Ausführen haben Sie einen Vorteil: Sie können Parameter mitgeben. Das können Sie zwar über die zwei weiteren Wege auch, indem Sie in den Eigenschaften der Datei unter "Ziel" an dem Pfad noch die Parameter angeben, jedoch ist dieser Weg nicht besonders flexibel.

Unter den Eigenschaften der "cmd.exe" finden Sie auch noch andere Registerkarten außer "Verknüpfung". Unter "Optionen" können Sie die Cursorgröße, die Puffergröße ändert die Anzahl der Befehle, die der Puffer enthalten kann, mit der "Anzahl der Puffer" können Sie die Anzahl der Prozesse ändern, die einen eigenen Befehlspuffer besitzen. Mit dem Quick-Edit Modus können Sie die Maus anstatt des Menüs "Bearbeiten" zum Ausschneiden und Einfügen verwenden. Die anderen Optionen dürften wohl klar sein. Unter der Registerkarte "Schriftart" stellen Sie die Schriftart und den Schriftgrad der CMD ein. Unter "Fraben" und "Layout" können Sie die CMD Ihren Wünschen weiter anpassen.



Mit Start/Ausführen können Sie wie schon erwähnt Paramter benützen, das natürlich Vorteile mit sich bringt. Nachstehend haben wir für Sie eine Liste jener Parameter zusammengestellt, die Sie verwenden können.

/c
Führt den durch Zeichenfolge angegebenen Befehl aus und wird dann beendet.

/k
Führt den durch Zeichenfolge angegebenen Befehl aus und wird dann fortgesetzt.

/q
Unterdrückt jegliche Ausgabe.

/d
Deaktiviert das Ausführen von AutoRun-Befehlen.

/a
Erstellt eine ANSI-Ausgabe (ANSI steht für American National Standards Institute).

/u
Erstellt eine Unicode-Ausgabe. (Unicode ist ein Zeichensatzstandard aus 16-Bit-Zeichen, der 1988-91 durch das Unicode Consortium entwickelt wurde. verwendet für die Darstellung eines Zeichens zwei Byte und kann auf diese Weise fast alle Schriftsprachen der Welt (zB Chinnesisch) mittels eines einzigen Zeichensatzes darstellen.)

/t:VH
Legt die Vorder- (V) und die Hintergrundfarbe (H) vorübergehend fest. Sie können die folgenden HEX-Zahlen (Das Hexadezimalsystem verwendet nicht den Wert 10 als Basis für die Darstellung von Zahlen durch Ziffern (dezimal), sondern den Wert 16 (10 = A, 11 = B, usw.) verwenden: 0 Schwarz, 1 Dunkelblau, 2 Dunkelgrün, 3 Blaugrün, 4 Dunklerot, 5 Lila, 6 Ocker, 7 Hellgrau, 8 Dunkelgrau, 9 Blau, A Grün, B Zyan, C Rot, D Magenta, E Gelb, F Weiß.

/e:on
Aktiviert die Befehlserweiterungen.

/e:off
Deaktiviert die Befehlserweiterungen.

/f:on
Aktiviert die Vervollständigung von Datei- und Verzeichnisnamen.

/f:off
Deaktiviert die Vervollständigung von Datei- und Verzeichnisnamen.

/v:on
Aktiviert die verzögerte Erweiterung von Umgebungsvariablen.

/v:off
Deaktiviert die verzögerte Erweiterung von Umgebungsvariablen.

Wenn Sie /c oder /k angeben, wird von der CMD nur dann der Rest von Zeichenfolge verarbeitet und Anführungszeichen beibehalten, wenn die folgenden Bedingungen zutreffen.

<ul><li>Der Paramter /s wird nicht verwendet.</li>
<li>Es wird genau eine Gruppe von Anführungszeichen verwendet.</li>
<li>In den Anführungszeichen werden keine Sonderzeichen (wie beispielsweise &<>( ) @ ^ |) verwendet.</li>
<li>In den Anführungszeichen wird mindestens ein Leerzeichen verwendet.</li>
<li>Die in den Anführungszeichen stehende Zeichenfolge ist der Name einer ausführbaren Datei.</li>
<li>Wenn die vorherigen Bedingungen nicht erfüllt sind, wird Zeichenfolge verarbeitet, indem das erste Zeichen daraufhin überprüft wird, ob es ein öffnendes Anführungszeichen ist. Ist das erste Zeichen ein öffnendes Anführungszeichen, wird es zusammen mit dem schließenden Anführungszeichen entfernt. Sämtlicher Text, der auf das schließende Anführungszeichen folgt, wird beibehalten.</li></ul>

Wenn Sie in der Zeichenfolge nicht /d angeben, sucht die CMD in den folgenden Registry-Schlüsseln nach Einträgen. Sie müssen diese aber selbst erstellen.

<ul><li>HKEY_LOCAL_MACHINESoftwareMicrosoftCommand ProcessorAutoRun</li><li>HKEY_CURRENT_USERSoftwareMicrosoftCommand ProcessorAutoRun</li></ul>

Ist einer dieser beiden oder sind beide Registrierungsunterschlüssel vorhanden, werden sie vor allen anderen Variablen ausgeführt.

Die Befehlserweiterungen sind in Windows XP standardmäßig aktiviert. Sie können die Erweiterungen für einen bestimmten Vorgang mithilfe von /e:off deaktivieren. Sie können die Erweiterungen für alle CMD-Befehlszeilenoptionen für einen Computer oder eine Sitzung (damit wird gemeint, wenn man sich abmeldet geht alles verloren) aktivieren oder deaktivieren, indem Sie folgende DWORD-Eintrag in der Registry (Sie müssen diese erstellen) festlegen.

<ul><li>HKEY_LOCAL_MACHINESoftwareMicrosoftCommand ProcessorEnableExtensions</li>
<li>HKEY_CURRENT_USERSoftwareMicrosoftCommand ProcessorEnableExtensions</li></ul>

Legen Sie den jeweiligen DWORD-Wert auf 1 (für aktiviert) oder 0 (für deaktiviert) fest. Bitte beachten Sie aber dabei, dass benutzerdefinierte Einstellungen haben Vorrang vor Computereinstellungen, und Befehlszeilenoptionen haben Vorrang vor Registrierungseinstellungen.

Wenn Sie die Befehlserweiterungen aktivieren, wirkt sich dies auf folgende Befehle aus: assoc, call, chdir (cd), color, del (erase), endlocal, for, ftype, goto, if, mkdir (md), popd, prompt, pushd, set, setlocal, shift, start

Wenn Sie die verzögerte Erweiterung von Umgebungsvariablen aktiviert haben, können Sie das Ausrufezeichen (!) verwenden, um während der Laufzeit den Wert einer Umgebungsvariablen zu ersetzen.

Die Vervollständigung von Datei- und Verzeichnisnamen ist nicht standardmäßig aktiviert. Mit /f: off können Sie die Vervollständigung von Datei- und Verzeichnisnamen für einen bestimmten Prozess der CMD deaktivieren. Sie können die Vervollständigung von Datei- und Verzeichnisnamen für alle Prozesse der CMD, die auf einem Computer oder bei einer Benutzeranmeldesitzung ausgeführt werden, aktivieren oder deaktivieren, indem Sie folgende DWORD-Einträge (Sie müssen diese selbst erstellen) festlegen.

<ul><li>HKEY_LOCAL_MACHINESoftwareMicrosoftCommand ProcessorCompletionChar</li>
<li>HKEY_LOCAL_MACHINESoftwareMicrosoftCommand ProcessorPathCompletionChar</li>
<li>HKEY_CURRENT_USERSoftwareMicrosoftCommand ProcessorCompletionChar</li>
<li>HKEY_CURRENT_USERSoftwareMicrosoftCommand ProcessorPathCompletionChar</li></ul>



Dabei müssen Sie den hexadezimalen Wert eines Steuerzeichens für eine bestimmte Funktion (z. B. ist 0×9 gleich TAB-TASTE und 0×08 gleich RÜCKTASTE) verwenden. Auch hier gilt wieder: Benutzerdefinierte Einstellungen haben Vorrang vor Computereinstellungen, und Befehlszeilenoptionen haben Vorrang vor Registrierungseinstellungen.

Damit wurden die Parameter der CMD ausführlichst durchgenommen, deshalb können wir jetzt zu den "Grundbefehlen" der CMD kommen. Die folgenden Befehle sollte jeder, der schon mal mit DOS gearbeitet hat können. Mehr Informationen und Parameter erhalten Sie, indem Sie in der CMD <Befehl> /? eingeben.

Cd
Der Befehl "Cd" zeigt Ihnen den Namen des aktuellen Verzeichnisses an oder wechselt den aktuellen Ordner. Wird "Cd" nur mit einem Laufwerkbuchstaben (zB "chdir C:") verwendet, zeigt es diesen Laufwerkbuchstaben und den Namen des Ordners an, der auf dem Laufwerk der aktuelle Ordner ist. Ohne Parameter zeigt "Cd" das aktuelle Laufwerk und den aktuellen Ordner an.

Cls
"Cls" steht für Clear Screen, deshalb löscht dieser Befehl den Inhalt des CMD-Fensters.

Copy
"Copy" Kopiert eine oder mehrere Dateien aus einem Speicherort an einen anderen Speicherort. Der Befehl muss so aussehen:

copy [/d] [/v] [{/y|/-y}] Quelle [{/a|/b}] [+ Quelle [+ ...]] [Ziel [{/a|/b}]]

Dabei können diese Parameter verwendet werden:

/d
Ermöglicht, dass verschlüsselte Dateien, die kopiert werden, am Zielort als entschlüsselte Dateien gespeichert werden.

/v
Überprüft, ob neue Dateien fehlerfrei geschrieben wurden.

/y
Unterdrückt eine Aufforderung zur Bestätigung, dass eine vorhandene Zieldatei überschrieben werden soll.

/-y
Fordert Sie auf zu bestätigen, dass eine vorhandene Zieldatei überschrieben werden soll.

Del
Dieser Befehl löscht die angegebenen Dateien nach dieser Syntax:

del [Laufwerk:][Pfad] Dateiname [ ...] [/p] [/f] [/s] [/q] [/a[:Attribute]]

Dir
Zeigt eine Liste der in einem Verzeichnis enthaltenen Dateien und Unterverzeichnisse an. Wenn Sie dir ohne Parameter verwenden, wird die Datenträgervolumebezeichnung und Seriennummer des Datenträgers, gefolgt von einer Liste der Verzeichnisse und Dateien auf dem Datenträger, einschließlich der entsprechenden Namen und des Datums und der Uhrzeit der letzten vorgenommenen Änderung angezeigt. Bei Dateien zeigt dir die Namenerweiterung und die Größe in Bytes an. "Dir" zeigt auch die Gesamtzahl der aufgelisteten Dateien und Verzeichnisse an, ihre Gesamtgröße und den Umfang des auf dem Datenträger noch verfügbaren Speicherplatzes (in Byte). Die Synatx muss dabei so aussehen:

dir [Laufwerk:][Pfad][Dateiname] [...] [/p] [/q] [/w] [/d] [/o[[:]Sortierreihenfolge]] [/s] [/b] [/l] [/n]

[Laufwerk:][Pfad]
Gibt das Laufwerk und Verzeichnis an, für das eine Liste angezeigt werden soll.

[Dateiname]
Gibt eine bestimmte Datei oder Dateigruppe an, für die eine Liste angezeigt werden soll.

/p
Zeigt die Liste seitenweise an. Um zum nächsten Bildschirm zu gelangen, drücken Sie eine beliebige Taste.

/q
Zeigt Informationen zum Dateibesitz an.

/w
Zeigt die Liste im Breitformat an, wobei fünf Datei- oder Verzeichnisnamen pro Zeile erscheinen können.

/d
Zeigt die Liste an wie /w, wobei die Dateien spaltenweise sortiert sind.

/s
Listet alle Vorkommen des angegebenen Dateinamens im angegebenen Verzeichnis und allen darunter liegenden Unterverzeichnissen auf.

/b
Listet alle Verzeichnis- oder Dateinamen (je einen pro Zeile) einschließlich der Dateinamenerweiterung auf. /b zeigt keine Überschrifteninformationen oder eine Zusammenfassung an. /b setzt /w außer Kraft.

/l
Zeigt nicht sortierte Verzeichnis- und Dateinamen in Kleinbuchstaben an. /l bewirkt keine Konvertierung erweiterter Zeichen in Kleinbuchstaben.

/n
Zeigt das lange Listenformat an, wobei die Dateinamen ganz rechts auf dem Bildschirm angezeigt werden.

Exit
Mit "exit" beendet man das aktuelle Batchskript (mit den Paramter /b) oder das Programm cmd.exe und kehrt zu dem Programm, das cmd.exe gestartet hat, oder zum Programm-Manager zurück.

Xcopy
Mit "xcopy" kann man Dateien und Verzeichnisse einschließlich der Unterverzeichnisse kopieren. Die Syntax dazu lautet wie folgt.

xcopy Quelle [Ziel] [/c] [/v] [/l] [/d[:TT.MM.JJ]] [/u] [/s [/e]] [/t] [/k] [/r] [/h] [{/y|/-y}] [/z]

Dabei kann man diese Paramter verwenden:

/c
Unterdrückt Fehlermeldungen.

/v
Bewirkt, dass jede Zieldatei nach dem Schreiben überprüft wird, um sicherzustellen, dass die Zieldateien mit den Quelldateien übereinstimmen.

/l
Zeigt eine Liste der zu kopierenden Dateien an.

/d[:TT.MM.JJ]
Kopiert nur Quelldateien, die an oder nach dem angegebenen Datum geändert wurden. Wenn Sie keinen Wert für TT.MM.JJ angeben, kopiert xcopy alle Dateien aus Quelle, die neuer sind als vorhandene Dateien aus Ziel. Mit dieser Befehlszeilenoption können Sie veränderte Dateien aktualisieren.

/u
Kopiert nur die Dateien aus Quelle, die bereits im Ziel existieren.

/s
Kopiert Verzeichnisse und Unterverzeichnisse, wenn diese nicht leer sind. Wenn Sie /s weglassen, arbeitet xcopy nur innerhalb eines Verzeichnisses.

/e
Kopiert alle Unterverzeichnisse, auch wenn diese leer sind. Verwenden Sie /e mit den Befehlszeilenoptionen /s und

/t
Kopiert nur die Unterverzeichnisstruktur (Tree), keine Dateien. Um auch leere Verzeichnisse zu kopieren, müssen Sie die Befehlszeilenoption /e angeben.

/k
Kopiert Dateien und behält das Attribut Schreibgeschützt bei den Zieldateien bei, wenn es bei den Quelldateien gesetzt war. Standardmäßig entfernt xcopy das Attribut Schreibgeschützt.

/r
Kopiert schreibgeschützte Dateien.

/h
Kopiert Dateien mit den Attributen Versteckt und System. Standardmäßig kopiert xcopy weder versteckte Dateien noch Systemdateien.

/y
Unterdrückt die Ausgabe einer Aufforderung zur Bestätigung des Überschreibens einer vorhandenen Zieldatei.

/-y
Fordert Sie auf, das Überschreiben einer vorhandenen Zieldatei zu bestätigen.

/z
Kopiert im ausführbaren Modus über ein Netzwerk.

Weitere Tipps & Tricks zur CMD finden Sie bei uns in der Rubrik "CMD". Bei weiteren Fragen erreichen Sie uns über die Support & Community.
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